Clemens-Sels-Museum in Neuss

Portrait: Clemens-Sels-Museum

Das Clemens-Sels-Museum ist ein Heimatkunde- und Kunstmuseum in Neuss. Es entstand 1975 durch eine Spende von Pauline Sels, der Witwe von Clemens Sels, an die Stadt Neuss.

1975 wurde das Obertor in den Neubau integriert.

 

Die Geschichte

Der 1839 gegründete Neusser Heimat und Geschichtsverein war die erste Museumsorganisation der Stadt Neuss. Das von ihm getragene Museum war zunächst im Obertor untergebracht, bevor es im Juni 1900 ausbrannte. 1908 verstarb Pauline Sels, die in ihrem Testament der Stadt Neuss "als unteilbares Vermächtnis den Betrag von 250.000 Mark zum Bau eines städtischen Museums" vermachte.

Mit diesem Geld konnte das erste echte Museumsgebäude errichtet werden, das im August 1912 eingeweiht wurde. Zusätzlich erhielt die Stadt von Frau Sels die umfangreiche Sammlung ihres bereits 1893 verstorbenen Ehemannes, Clemens Sels.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Museumsgebäude 1945 zerstört. Die noch intakten Ausstellungsstücke wurden daraufhin wieder ins Obertor gebracht, wo 1950 die Wiedereröffnung unter dem Namen Clemens-Sels-Museum erfolgte.

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Sammlung kontinuierlich erweitert und verstärkt um Werke des 19. und 20. Jahrhunderts ergänzt.

1962 wurde der "Verein der Freunde und Förderer des Clemens-Sels-Museums" gegründet. Aufgrund zunehmender Platzprobleme erfolgte 1975 der Neubau des Museums nach Plänen von Prof. Harald Deilmann. Dabei wurde das Obertor in den Neubau integriert.

Schwerpunkte des Museums

 

Archäologie und Kulturgeschichte

  • Archäologie und Kulturgeschichte
  • Jäger und Bauern der Urgeschichte
  • Römische Garnison Novaesium
  • Mittelalterliche Stadt
  • Bürgerliche Welten
  • Hafenstadt am Rhein

 

Kunst und Kunstgewerbe bis zum 18. Jahrhundert

  • Mittelalterliche Kunst
  • Niederländische Malerei

 

Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts

  • Nazarener und Präraffaeliten
  • Malerei des französischen Symbolismus
  • Kunst der Nabis
  • Malerei des Symbolismus in Belgien, Holland und der Schweiz
  • Rheinischer Expressionismus und Max Ernst
  • Konzeptuelle Farbmalerei
  • Art Brut und Naive Kunst

 

Diese Vielfalt der Bestände ist ein markantes Charakteristikum des Museums. Neben den großen Museumszentren Köln und Düsseldorf sowie den Museen der benachbarten Städte Aachen, Düren, Mönchengladbach und Krefeld ist das Clemens-Sels-Museum eine eigenständige museale Einrichtung, deren eigenständiges Profil die Interessen eines breiten Publikums anspricht.

 

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