Die Planung der Promenade 1821

Die Planung der Promenade durch den damaligen Neusser
Bürgermeister Heinrich Momm!

Das Bild zeigt den Rosengarten auf der nördlichen Seite der
Promenade aus heutiger Sicht!
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Die Planung der Promenade im Jahre 1821

Doch bevor wir auf die Entstehung und Gestaltung der Promenade eingehen, nähern wir uns diesem Mann, der neben P. J. Lenne, Ludwig von Sckell und dem Fürsten Pückler zu Muskau, einer der bedeutendsten deutschen Gartenkünstler des 19. Jh. war.


Maximilian Friedrich Weyhe

Maximilian Friedrich Weyhe wurde im Jahre 1775 in Poppelsdorf bei Bonn geboren. Er war Sohn des zu dieser Zeit königlichen Hofgärtners des Kurfürsten Maximilian Franz in Brühl, Joseph Clemens Weyhe. In die Lehre ging er bei seinem Onkel, Peter Joseph Lenne d.Ä. Inspektor des botanischen Gartens der Universität Bonn.

Er war zunächst ab dem Jahre 1801 in Köln als, botanischer Gärtner' an der, Centralschule’ des Roerdepartements tätig, bis er im Februar des Jahres 1804 als Hofgärtner nach Düsseldorf kam. Und erst 1826 wurde er zum Hofgarteninspektor und 1833 zum Hofgartendirektor befördert.

In Düsseldorf blieb er bis zu seinem Tode im Oktober 1846. Neben der Anlage eines botanischen Gartens, er ist heute nicht mehr erhalten schuf er u.a. den Hofgarten, die Grünanlage auf den ehemaligen Befestigungsanlagen der Stadt Düsseldorf, heute noch von besonderem Wert für die Stadt. Im gesamten Räume Düsseldorfs entstanden in seiner Dienstzeit 25 Parkanlagen, von denen heute aber nur noch 16 erhalten sind.

Aber Weyhe war weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Nach seinem Entwurf entstand eine Vielzahl an Anlagen, im Rheinland und in Westfalen, in Hessen und Rheinland-Pfalz, aber auch in Bayern und in Belgien.

Seine Pläne sind von eigenartiger Schönheit und Detailtreue, der Betrachter ist versucht, festzustellen, welche Pflanzen Weyhe für seine Parkanlagen vorgesehen hat.

Die Gestaltung seiner Parkanlagen spiegelt den Stil des englischen Landschaftsgartens, Weyhe verfeinerte ihn meisterhaft. Unter seiner Feder entstanden großzügige Rasenflächen, naturgetreue Hügel, Inseln auf Weihern und Seen, ausgezeichnete Bodenmodellierungen, der Hofgarten in Düsseldorf ist ein herausragendes Beispiel für Weyhes Umgang mit der Topografie des vorgefundenen Geländes, hainartige Pflanzungen und Sitz- bzw. Ruheplätze im Schatten lichter Bäume.

Der ausgewogene Kontrast zwischen Licht und Schattenpartien, die Einbeziehung der angrenzenden Landschaft, die Verwendung von buntlaubigen Gehölzen, vor allem Blutbuchen, und wir werden es bei seiner Planung für Neuss noch sehen die Anlage von kleinen, runden Plätzen, gerahmt von Bäumen, meistens Linden sind weitere Kennzeichen seiner Gestaltungsweise.

Seine letzte Ruhestätte fand Weyhe auf dem Golzheimer Friedhof, er hatte ihn 30 Jahre zuvor umgestaltet.

In Düsseldorf erinnert ein Denkmal an das verdienstvolle Schaffen Weyhes, das schon 4 Jahre nach seinem Tode, im Jahre 1850 aufgestellt wurde. Das Denkmal zeigt Weyhe mit übergeschlagenem Mantel auf einem Baumstamm sitzend. In der rechten Hand hält er einen Stift, in der linken auf dem Knie ruhend, den Plan des Hofgartens.


Denkmal von Maximilian Friedrich Weyhe
Fotograf: Hans Peter Schaefer
Quelle: WIKIPEDIA
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