Gut Gnadental in Neuss

Kloster, Gutshof, Firmensitz


194 Jahre lang wurde Gut Gnadental landwirtschaftlich genutzt. Seit 1996 dient das 2500 Quadratmeter große Anwesen als Firmensitz.


Auf dem Gut treffen sich heute regelmäßig mittelständische Unternehmer, um miteinander zu diskutieren.



Kloster Gnadental
Kloster Gnadental ist ein ehemaliges Kloster der Zisterzienserinnen, dessen Überreste sich heute am Rand des modernen Neusser Stadtteils Gnadental an der Erft befinden.



Anfang des 13. Jahrhunderts gehörte das Land dem Quirinusstift. Ritter Hermann von Forst schenkte das Gut dem Orden der Zisterzienserinnen, mit der Auflage, ein Kloster zu errichten.

Der Gründungstag des Klosters ist der 22. Februar 1250.

Gnadental ist jedoch viel älter.

194 Jahre lang wurde das Gut landwirtschaftlich genutzt. Am 16. Januar 1807 kauften die Eheleute Theodor und Maria Anna Hellersberg das Kloster. Ab 1931 bewirtschaftete Familie Treiber die 344 Morgen Land.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Hof bei einem Luftangriff zu 70 Prozent durch Bomben zerstört.

1969 schließlich verkaufte die Erbengemeinschaft in dritter Generation das Gut an die Stadt Neuss, die Land für die Erweiterung des Stadtteils Gnadental benötigte.


Als Erinnerung an das Kloster ist im Innenhof eine kleine Kapelle gebaut worden.

"Die Kapelle wird Fronleichnam und für den Kommunionunterricht genutzt"



1996 hatte die landwirtschaftliche Nutzung ein Ende: Burkhard und Jutta Zülow kauften Gut Gnadental und ließen sich dort mit ihrer Elektronikfirma nieder.

Auf Gut Gnadental entstanden Büro- und Seminarräume. "Uns war wichtig, den Charakter des rheinischen Hofes, die Wurzeln und die wechselvolle Geschichte zu erhalten", sagt Jutta Zülow vom Vorstand der Zülow AG.

Das 2500 Quadratmeter große Anwesen wurde komplett umgebaut.

"Wir haben sieben Gebäude saniert. Das war eine große Planungsherausforderung", erinnert sich die 60-Jährige. Der Innenhof ist komplett aufgearbeitet worden.

"Wir haben die Räume aber in Größe und Struktur so belassen", sagt die Unternehmerin.

"Mein Büro befindet sich im ehemaligen Refektorium der Nonnen."


Von Sabine Wotzlaw
NGZ


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