Das Neusser - Quirinusmünster


Das Quirinusmünster und seine Geschichte...

Das imposante Wahrzeichen der Stadt Neuss ist eine der bedeutendsten spätromanischen Kirchen am Niederrhein. Die Emporenbasilika wurde in den Jahren 1209 – 1230 erbaut.

Nach dem Brand von 1741 erhielt der Ostturm eine Barockkuppel mit dem Standbild des Schutzpatrons St. Quirinus


Das Quirinusmünster erbaut 1209 - 1230

 


Das Wahrzeichen der Stadt Neuss

Das Quirinusmünster ist nicht nur eine Kirche in der Stadt, sondern auch das Wahrzeichen der Stadt. Es begann im Jahre 1209, als der Baumeister Wolbero mit den Arbeiten für den Bau des Münsters beauftragt wurde. Diese endeten dann mit der Fertigstellung Im Jahre 1230.

Die beiden Türme hatten ursprünglich Spitzhelme, diese wurden nach dem Brand Von 1741 nicht mehr ersetzt, sondern mit einem im Mittelteil errichteten Turm versehen der mit einem Pyramidenförmigen Dach versehen wurde. Der Ostturm erhielt eine Barockkuppel auf der man das Standbild des Heiligen Quirinus setzte.

Ein bedeutendes Kunstwerk ist im innern des Münsters der Quirinusschrein.

Zu Quirinus pilgerten im Mittelalter die Menschen zu allen Zeiten und erflehten Hilfe Gegen ihre Krankheiten. Auch war Quirinus der Schutzpatron der Pferde und erlangte darin einen gewissen Ruhm.

Einige Meter links vom Portal finden wir eine Bodenplatte mit der Inschrift „Quirinuspütz“ dort stand einst ein Brunnen aus dem das Tauf und Messwasser gewonnen wurde.

Auch wurde dieses Wasser im Mittelalter an die Pilger Gereicht, die das Wasser aus der Hirnschale des Quirinus zu Heilzwecken tranken.

Nach einer Sage sollen aber auch die Neusser Kinder nicht vom Klapperstorch gebracht werden, sondern aus dem Quirinuspütz geangelt und ins Leben gebracht werden.


Unsere Neusser Basilika hat die Hausnummer 23




Religion

Neuss gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war zunächst der kirchlichen Gerichtsbarkeit des Dompropstes, später als Archidiakonat dem Domdechanten zugeteilt. Die Zugehörigkeit der Stadt auch zum weltlichen Kurfürstentum Köln war Ursache dafür, dass die Reformation keinen Fuß fassen konnte.

Dennoch gab es in den 1560er Jahren eine heimliche reformierte Gemeinde, die zu den größten Gemeinden der Kölnischen Klasse unterm Kreuz gehörte. Nach 1586 gab es einen Umschwung, doch gab es bis 1620 noch einzelne reformierte Familien. Unter Kurfürst Ernst waren sie dann meist gezwungen auszuwandern.

Erst im 19. Jahrhundert zogen wieder vermehrt Protestanten zu. Die katholischen Gemeinden gehörten bis 1802 noch zum Erzbistum Köln.

Nach dessen Auflösung kamen sie zum Bistum Aachen, das jedoch 1821/1825 bereits wieder aufgehoben wurde. Somit kam Neuss 1828 wieder zum Erzbistum Köln. Neuss wurde Sitz eines Dekanats, das später in die Dekanate Nord und Süd geteilt wurde.

Sie bildeten das Stadtdekanat Neuss. Zum 1. Januar 2005 wurde dieses mit dem bisherigen Kreisdekanat Neuss zusammengelegt. Beide Dekanate bilden seitdem das Kreisdekanat Rhein-Kreis Neuss.

1805 bildete sich in Neuss wieder eine reformierte Gemeinde, die sich 1817 mit der lutherischen Gemeinde zu einer unierten Gemeinde vereinigte, die zur Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zu dessen rheinischer Provinzialkirche gehörte. Innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland gehören die evangelischen Gemeinden der Stadt Neuss zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss.

Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden gibt es in Neuss auch Freikirchen, darunter eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Immanuel-Gemeinden, die zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) gehört.

Ferner sind in Neuss sowohl die Neuapostolische Kirche als auch die Zeugen Jehovas vertreten.

Neben den christlichen Gemeinden in Neuss gibt es mehrere Moscheen und Moscheeverbände, z.B. am Neusser Hauptbahnhof, in der Innenstadt und in den äußeren Bezirken wie Weckhoven, Derikum, Erfttal, der Furth etc..



Stadtheilige

Schutzpatron von Neuss ist der heilige Quirinus von Neuss, seine Reliquien kamen um 1050 n. Chr. nach Neuss; ihm zu Ehren wurde das Neusser Quirinusmünster gebaut.


Daraus entwickelte sich die Bedeutung von Neuss als mittelalterlicher Wallfahrtsort mit Pilgern aus ganz Europa.

Eine weitere Stadtheilige ist die hl. Hildegunde von Neuss.


Der neue Brunnen vor dem Münster

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Die Erkundung des Quirinus Turms



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