Carl Sittel Baumeister von Neuss

30 Jahre Baumeister von Neuss. 1904 -1934
Die erste Aufgabe Anfang 1904 bestand in der Freilegung und Restaurierung des Obertores, veranlasst durch den Brand der Ölmühle, die das Obertor eingebaut hatte.


1906-1908
Bau der Oberrealschule, (später Schwann -Gymnasium)


Bau der Oberrealschule, (später Schwann-Gymnasium)


Eine weitere Aufgabe war der Entwurf und Ausführung des Elektrizitätswerkes an der Salzstraße.

Bereits bei diesem Start zeigte sich die enorme Begabung von Sittel, über die Funktion hinaus das Bauwerk plastisch zu gestalten und unter Verwendung des heimischen Backsteins die Fassaden maßstäblich durch Lisenen und Gesimse zu gliedern.


Elektrizitätswerk


Da es bereits vor Sattels Eintritt bei der Stadt Neuss Entwürfe für die Oberrealschule gab, die die Neusser unter Abbruch des Zeughauses und des danebenliegende Observanten Klosters am Freithof errichten wollten, was am Einspruch des Provinzialkonservators scheiterte.


1909-1911
Bau des Städtischen Krankenhaus.



Auch diese Werk fiel bis auf den Westflügel den Bomben des Krieges zum Opfer. Sein äußeres Erscheinungsbild lässt die Handschrift Sittels noch deutlich erkennen.



Eine aus dem Rahmen fallende Aufgabe sowohl bezüglich der Aufgabenstellung als auch der architektonischen Lösung brachte für Sittel die Stiftung Clemens Sels für einen neuen Museumsbau.

Ein zweites Mal beantragten die Neusser, das baulich entstellte Zeughaus loszuwerden und an seiner Stelle den Museumsbau zu errichten.

Aufgrund eines erneuten Einspruchs des Provinzialkonservators wurde jedoch das alte Kaufhaus am Markt geopfert, um Platz für den Museumsneubau zu schaffen.

Den Auftrag bekamen allerdings die Architekten Schillings& Schmitz, da der Entwurf am meisten dem Wunsche der Stifterin, das Museum in den Formen eines griechischen Tempels entgegenkam.

Sittel musste die gewünschten Abänderungen an dem Entwurf vornehmen und den Bau ausführen lassen.


Es folgten in den Jahren danach, der Erweiterungsbau des Rathauses auf der Michaelstraße.

Neubau des Hauptzollamtes.


Erbaut 1911 - 1912


Wasserwerk am Broich Hof.


Bau der Volksschule Annostraße.




Die letzte Bauaufgabe im ersten Weltkrieg bildete der Neubau des Lehrerseminars an der Jostenallee.



Es folgte 1927/28 der Neubau der Dreikönigen Schule an der Weingartstraße.



Carl Sittel sorgte in Zusammenarbeit mit Gartenbaudirektor Kellermann für den Ausbau der Grünanlagen entlang des Nordkanals und der Obererft von Selikum im Süden bis zum Stadtwald im Norden.

Die Aufgaben für das öffentliche Bauwesen beschränkten sich in dieser Zeit auf Restaurierungen historischer Gebäude.

1923 -1924
In diesem Jahr wurde das Zeughaus restauriert und als Theater und Konzertsaal ausgebaut.

1928-1929
Restaurierung des Vogthauses,
Em schwatte Päd,
Zur Blomen,
Zum goldenen Stern.


Nach seiner Pensionierung, arbeitete er im Auftrag der Quirinus Pfarre an den Plänen für die Wiederherstellung der Turmgalerie am Westwerk von St. Quirin.


Carl Sittel starb am 7. Juni 1955

Quelle: Neusser Jahrbuch 1978


Mit freundlicher Genehmigung von Lieselotte Wienand


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