"Ein Viertel voller Helden?"

Thema: "Helden, verehrt, verkannt, vergessen."

Geschichtswettbewerb um den Preis des Bundespräsidenten 2008/2009

 

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"Reuchenberg ein Viertel voller Helden"

Wettbewerbsbeitrag von: Gabriele Kühl, Peter Wibbe, Agnes Ciborowski, Jessica Fuchs und Katharina Schneider. Aus der Stufe 12 & 13 des Maria-Curie-Gymnasiums Neuss

 

Einleitung

Auch in diesem Jahr haben wir, Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums Neuss, uns wieder dazu entschieden, am Wettbewerb des Bundespräsidenten teil zu nehmen. Nachdem das Thema, „Helden, verehrt, verkannt, vergessen“; bekannt gegeben wurde, lag es an uns, einen passenden Titel für unsere Arbeit zu finden.

Gemeinsam mit unserem Tutor, Herrn Schmitt, einigten wir uns, nach anfänglichen Schwierigkeiten, auf das Thema „Reuschenberg- ein Viertel voller Helden?“. Das Thema unserer Arbeit wurde mehr oder weniger durch Zufall gefunden.

Für uns stand von Anfang an fest, den Begriff des Helden kritisch betrachten zu wollen. Zuallererst wollten wir uns mit der Rolle des Adolf Hitler und seiner Anhänger befassen.

Eine Masse von Menschen verehrte und huldigte ihm, andere hassten und verurteilten ihn. Da der Wettbewerb des Bundespräsidenten immer einen lokalen Bezug zur Heimatstadt haben muss, konnte dieses Thema jedoch nicht realisiert werden, da es zu unspezifisch war.

Bei Recherchen im Neusser Stadtarchiv stießen wir nach längerer Suche auf den Stadtteil Reuschenberg, der, zu unserer Überraschung, zur Zeit des nationalsozialistischen Regimes als Propagandasiedlung diente. Bis 1945 trugen die Straßen Reuschenbergs Namen von SS- und SA-Offizieren, die für ihre, für uns fragwürdige, Taten als Helden verehrt wurden.

Reuschenberg war bis zum Beginn des Wettbewerbs für uns eine Alltäglichkeit, ein Teil von Neuss, der durch regelmäßigen Kontakt präsent war, sei es durch Freundschaften oder den wöchentlichen Besuch im Freibad.

Erst da wurde vielen von uns klar, dass die Geschichte auch heute noch präsent ist und für unser alltägliches Leben eine große Rolle spielt, auch wenn es einem nicht immer auffällt.

Jedem von uns ist aufgefallen, dass die heutige Straßenbenennung nach Blumen im ganzen Reuschenberger Raum verbreitet ist. Hinter diesen harmlosen, fast harmonischen, Straßennamen, hätten wir niemals eine solche Historie vermutet.

Aufgrund dessen haben wir uns für das Thema „Reuschenberg- ein Viertel voller Helden?“ entschieden.

Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich für die Hilfe bei unserer Arbeit bedanken. Besonders möchten wir Herrn Stamm und Herrn Dr. Metzdorf aus dem Neusser Stadtarchiv danken, die immer bereit waren, uns bei jedem Problem zu helfen.

Auch danken wir ganz herzlich unseren Zeitzeugen Herrn Bongartz und Herrn Bühner. Und auch unserem Tutor Herrn Schmitt danken wir herzlich für seine Unterstützung.


Katharina, Agnes, Peter, Gabi und Jessica

 

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