Propaganda im Dritten Reich

Propaganda während des NS-Regimes

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei unter der Führung von Adolf Hitler war eine DER politischen Gruppierungen, die Propaganda als Werkzeug zur Volksbeeinflussung genutzt hat. Von Beginn der Machtergreifung, 1933, bis zum Fall des so genannte „tausendjährigen Reiches“, 1945, schaffte es die NSDAP, die Großzahl des deutschen Reiches durch ihre geschickte Nutzung der Propaganda zu vereinnahmen und von ihrer Ideologie zu überzeugen.

Doch bevor näher auf die Propaganda während des NS-Regimes eingegangen wird, sollte der Begriff als solcher geklärt werden.

Propaganda wird heute im allgemeinen Sinne als „gezielte Verbreitung bestimmter politischer, religiöser, wirtschaftlicher, aber auch künstlerischer oder humanitärer Ideen“ bezeichnet. Hierbei wird gezielt auf die emotionale Basis, sprich Ängste, Unsicherheiten aber auch politische Vorstellungen des Volkes eingegangen.

Zur Propaganda dienen populistische Mittel, die die Masse durch kurze und prägnante Visualisierung oder sprachliche Umsetzung ansprechen und überzeugen. Typisch für den Nationalsozialismus war die Nutzung von Plakaten aber auch Parolen, sprich Mundpropaganda.

 

Die konkrete Nutzung von Propaganda spielte für Hitler schon vor der Machtergreifung 1933 eine wichtige Rolle. Für ihn stellte sie "eine wahre Kunst" dar, durch die die gefühlsmäßige Vorstellungskraft der großen Masse" zu erreichen war.

Hitler sah die Propaganda also schon um 1924, als er in Gefangenschaft saß, als eine Art Kommunikationsmittel zwischen Volk und politischen Führern. Während der Anfangsphase der NSDAP galt es, für Wiedererkennung zu sorgen- die breite Masse sollte durch Symbolik und ähnlichen Facetten der Propaganda auf die aufsteigende Partei aufmerksam gemacht werden.

(Propagandaplakat der NSDAP)

 

Bildquelle: http://www.foothilltech.org/rgeib/english/orwell/primary_sources/hitler2.jpg)

Die oben genannte Symbolik sollte sich wie ein roter Faden durch die Propagandastrategie der NSDAP ziehen. So entwarf Adolf Hitler als konkretes Symbol der NSDAP das Hakenkreuz, das nach dem Aufstieg der Partei ein präsentes Erkennungszeichen der Partei darstellte. Zudem führte er im Laufe seines Regimes den „Hitler-Gruß“ ein.

Die SA marschierte mit Harkenkreuzbinden durch die Städte, Fahnen, bedruckt mit Hakenkreuzen, verzierten Fenster und Menschen begrüßten sich mit „Heil Hitler“.

Die Propaganda sollte, genau wie die Macht der NSDAP, ein immer größeres Ausmaß bekommen. Propaganda entwickelte sich zu einem der zentralen Werkzeuge der Nationalsozialisten, sodass eigens hierfür ein separates Ministerium gegründet wurde.

Führende Person der Propagandastrategie des Nationalsozialismus war Joseph Goebbels, zuständig für das „Reichsministerium für Volksaufklärung und Reichspropaganda“. Ziel Goebbels’ war es, durch Propaganda Menschen für die Ideen der NSDAP zu gewinnen.

Goebbels war prädestiniert für das Amt des Ministers für Volksaufklärung und Reichspropaganda, da er schnell erkannte, dass die Wirkungskraft der Propaganda so weit wie möglich ausgeweitet werden musste. So schaffte er es, neben Mund- und visueller Propaganda, das Medium Rundfunk für die Partei zu gewinnen, das später als eines der wichtigsten Instrumente der Propaganda galt.

Neben solcher Art von Propaganda, bediente sich Goebbels auch der Verherrlichung des Volkes, sodass durch Schaffung neuer Feiertage, das Volk gelockt und diesem imponiert wurde. So „lockte“ die NSDAP zum Beispielt durch den „Tag der nationalen Arbeit“ Hiermit sprach die Partei die Arbeiterschaft, eine große Masse des Volkes an.

Das Programm der Reichspropaganda nahm immer größere Ausmaße an. Neben den Grundbestandteilen der Propaganda, so wie zum Beispiel die Fahnenweihe oder Fackelzüge mit uniformierten SS- und SA-Soldaten, gehörten spektakuläre Ereignisse, die immer größere Formen annahmen.

So wurden später förmlich „Zeremonien“ abgehalten. Hierfür fertigte Albert Speer, persönlicher Architekt Hitlers, eigens Festgelände u.Ä. an, zu dem festlichen Ambiente wurde Chor und Marschmusik gespielt.

 

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