Arbeitsbericht

 

Aller Anfang ist schwer

Wir haben das erste Mal vom Wettbewerb erfahren, als unser Lateinlehrer Herr Kahlki nach monatigem Fehlen in unserem Lateinunterricht stand und uns davon erzählte. Damals war das Thema noch nicht bekannt und keiner aus unserer jetzigen Gruppe verspürte das Interesse, am Geschichtswettbewerb teilzunehmen.

Als dann endlich nach den Sommerferien das Thema bekannt war und unsere erste Lateinstunde in der neuen Woche begann, fing Herr Kahlki nicht mit dem Konjugieren von Verben und dem Übersetzten eines lateinischen Textes an. Er stellte uns eine eigentlich ziemlich simple und doch schwierige Frage: “Was sind Helden?“

Darüber mussten alle erst einmal grübeln. Die Frage entfachte sofort Interesse bei einigen Mitschülern, darunter auch unsere Gruppenmitglieder. Wir diskutierten über mögliche Helden und Helden, wie man sie aus Büchern und Filmen kennt. Doch am Ende dieser Stunde wusste noch keiner so recht weiter. Wer oder was waren jetzt Helden? Und gibt es sie wirklich?

Herr Kahlki erzählte uns dann noch mal vom „Geschichtswettbewerb um den Preis des Bundespräsidenten“ und als uns klar wurde, dass das diesjährige Thema das Thema Helden war, wollten wir sofort mitmachen und weiteres über die alltäglichen Helden erfahren. Nach der Stunde gingen wir also zu Herrn Kahlki und meldeten uns für den Geschichtswettbewerb.

Das nächste Treffen war direkt organisiert. Am 12.09.2008 sollten alle Interessenten um 16 Uhr bei Herrn Kahlki zu Hause eintreffen. Dort sollten dann die einzelnen Unterthemen, das weitere Vorgehen und die Gruppenbildung besprochen werden.

Ich (Michelle) konnte an diesem Tag nicht mitkommen, da ich einen Arzttermin hatte, und so erzählten Nadine und Melanie mir dann alles am nächsten Tag in der Schule. Unsere Gruppe bestand nun aus sieben Leuten und unser Thema war „Kanalarbeiter – Helden des Untergrunds“.

Am Donnerstag, den 18.09.2008 traf sich unsere Gruppe um 15 Uhr wieder bei Herrn Kahlki. Dort wurde dann die Arbeitsverteilung vorgenommen und das weitere Vorgehen erläutert. Dabei fiel auch das Thema „Stadtarchiv“.

Da manche aus unserer Gruppe noch nie dort gewesen waren, die Recherche im Stadtarchiv aber unumgänglich war, nahmen wir uns vor, in den Ferien mal im Stadtarchiv vorbeizuschauen. Also rief Herr Kahlki dort an und machte einen Termin aus.

Am 30.09.2008, dem zweiten Ferientag, trafen sich Nadine, Melanie, Nadine, Klaus und Anita zusammen mit Herrn Kahlki im Stadtarchiv, um eine kleine Einführungsrunde in Sachen Recherchieren und Auswerten der Quellen zu bekommen. Um brauchbare Informationen zu erlangen, lasen sie sich Zeitungsartikel durch, schlugen sich durch sämtliche Verwaltungsbücher und suchten Karten von Neuss nach eingezeichneten Abwasser- und Schmutzwasserkanälen ab.

Auch die Mitarbeiter des Stadtarchivs wurden nach Informationen gefragt und so kam man an den einen oder anderen Namen von Leuten, die uns später noch einmal helfen konnten.

Am 02.10.2008 traf sich unsere Gruppe im Stadtarchiv, um nach weiteren Informationen über die Arbeit und das Leben unserer Helden zu forschen. Doch sehr fündig wurden wir nicht. Die meisten Informationen, die auch nur annähernd mit unserem Thema zu tun hatten, fanden wir in alten Stadtchroniken.

Doch alles, was darin verzeichnet war, waren die verschiedenen Kanäle, welche neu gebaut werden sollten, Abwasserkosten etc. Abgesehen von ein paar alten Bildern fanden wir nur heraus, dass ein paar Kanalarbeiter ein Massengrab bei Kanalarbeiten gefunden hatten, was für unsere Arbeit weniger relevant war.

Am 03.10.2008 traf ich (Michelle) mich mit unserem damaligen Gruppenmitglied Patrick (Patrick stieg aus Zeitgründen aus), um Fotos von dem Kanalarbeiterdenkmal an der Alten Post in der Neusser Innenstadt zu machen. Wir suchten auch nach Kanalarbeitern in Aktion, doch leider fanden wir an diesem Tag keine.

Nach einigen Tagen Pause trafen wir uns schließlich am 27.10 mit Herrn Heiertz, dem Chef des Neusser Abwasseramtes, um von ihm einige grundlegende Informationen über die Kanalarbeit und das Abwassersystem zu erfahren. Er sicherte uns seine Hilfe zu. Dank Herrn Heiertz gelangten wir an einige Namen von Kanalarbeitern und Pensionären und so machten wir ein Treffen für unser nächstes Interview mit den besagten Personen aus.

Am 10.11.2008 trafen wir uns am Bauhof an der Moselstraße, um die Kanalarbeiter und die Ehemaligen zu interviewen. Herr Heiertz, dem wir dieses Interview verdankten, war auch anwesend. Dieses Interview war sehr interessant, da man viele verschiedene Informationen über die Arbeit unserer Helden in Erfahrung brachte.

Am 11.11.2008 begleitete unsere Gruppe, die mittlerweile nur noch aus fünf Leuten bestand, da außer Patrick auch noch Christina ausgestiegen war, die Grundschulklasse von Frau Kahlki, der Frau unseres Lateinlehrers, zum Trinkwasserwerk. Der Ausflug war sehr interessant, doch viel zu unserem Thema hinzufügen konnten wir nicht.

Am Tag der offenen Tür unserer Schule (15.11.2008) werteten wir das Interview vom Bauhof aus.

Beim Interviewen fanden wir sehr interessante Dinge über die Arbeit der Kanalarbeiter heraus. Das Auswerten des Interviews war allerdings nicht sehr einfach, da man ganz genau hinhören musste, um nichts falsch zu verstehen.

Am 01.12.2008 interviewten Nadine, Melanie und Anita gemeinsam mit Herrn Kahlki nochmals die ehemaligen Kanalarbeiter, um aus ihnen noch einige weitere, interessante Informationen herauszukitzeln. […]

Dann am 07.12.2008 stellten Nadine, Klaus und ich (Michelle) uns auf den Nikolausmarkt der Neusser Furth und befragten die Besucher zum Thema „Helden des Alltags“ und die Kanalarbeit. Wir wollten von den Leuten wissen, was sie denn über Kanalarbeiter wissen, was für sie einen wahren Helden des Alltags ausmacht und ob Kanalarbeiter denn Helden des Alltags sein könnten.

Wir befragten Leute in den verschiedensten Altersgruppen und Berufen. Von älteren Damen über junge Mütter bis hin zu Jugendlichen und auch die Polizei musste uns Rede und Antwort stehen.

Nun hatten wir eine etwas längere Pause, um die verschiedenen Informationen und Interviews auszuwerten und einige Texte zu schreiben. Am 08.01.2009 trafen wir uns zur Bestandsaufnahme bei Herrn Kahlki. Dort sprachen wir noch einmal ab, was noch alles zu erledigen war.

Was uns ganz besonders interessierte, war der Besuch eines Kanals, den uns Herr Dr.Heiertz zugesagt hatte.

Aber am 19.01.2009 trafen sich Herr Kahlki und Nadine zu einem weiteren Interview mit Herrn Dr.Hüsch. Er ist für uns insofern wichtig, als er der Ehrenvorsitzende der Heimatfreunde Neuss ist. Von ihm bekamen wir noch wichtige Informationen über den Bau des Kanalarbeiterdenkmals und die hervorgegangene Debatte, ob es überhaupt entstehen würde oder nicht.

Wegen der sehr ungünstigen Witterung in den letzten Wochen konnten wir erst am 28.01.2009 in den Regenwasserkanal an der St. Hubertus Kirche in Weckhoven hinabsteigen. Auch die NGZ war vor Ort, um unser kleines Abenteuer mitzuerleben, so wie Herr Dr.Heiertz und zwei der Kanalarbeiter, die wir bereits interviewt hatten.

Nun werden wir uns alle am 31.01.2009 um 15 Uhr bei Herrn Kahlki treffen, um mit unserer Arbeit in die Endredaktion zu gehen.

 

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Bericht des Schülerworkshops

Bericht des Schülerworkshops in Augsburg (26.10.2008-28.10.2008)

Am 26.10.08-28.10.08 fand in Augsburg ein Schülerworkshop zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten statt. Ziel des Workshops war es, den Teilnehmern zu zeigen, was sie im Wettbewerb machen müssen, um diesen zu gewinnen.

Am Anfang haben alle ihr Thema vorgestellt. Danach bekamen wir eine Führung durch die Stadt Augsburg. Wir besichtigten die Fuggerei, eine der ältesten Sozialsiedlungen der Welt, die heute ein Wohngebiet ist. Außerdem waren wir am Rathausplatz

Am 2. Workshoptag ging es nach dem Frühstück zum Haus der bayrischen Geschichte. Dort wurde uns an einem Beispiel eines Zeitzeugeninterviews gezeigt, wie wir die Zeitzeugen interviewen sollen.

Danach sind wir in das Archiv des Hauses der bayrischen Geschichte gegangen, um dort mehr über Urheberrechte und darüber, wie die Informationen gespeichert werden, zu erfahren. Nachdem wir alles erfahren hatten, fuhren wir zum Campus der Universität von Augsburg, um dort zu essen und danach im Archiv zu lernen, wie man Quellen sucht und diese auswertet.

Am 3. und letzten Workshoptag hat unser Seminarleiter uns noch einmal daran erinnert, worauf wir achten müssen. Danach war dann ein Juror da, der uns gesagt hat, worauf die Juroren achten und was wir in den Text hineinbringen sollen und was nicht.

Dann besuchte uns Jule Lieber, Siegerin des Bundeswettbewerbes 2006/07, die uns von ihren Erfahrungen im Wettbewerb erzählt hat. Danach war Abreise.

Im Großen und Ganzen fand ich den Schülerworkshop sehr informativ. Das Programm hat mich perfekt auf die Arbeit beim Geschichtswettbewerb vorbereitet. Ich konnte viele Fragen stellen, die mir auch gut beantwortet wurden.

 

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Heldendefinitionen

 

 

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