Carl Heinrich Kirchhoff

"Karlchen" Kirchhoff - ein Held oder ein Antiheld?

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2008/2009

 

"Karlchen" Kirchhoff

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Carl „Karlchen“ Kirchhoff

Ein Held oder ein Antiheld?
Carl Heinrich Kirchhoff (geb. 16.7.1922 - gest. ??)

Der Versuch, ein Neusser Original der 50er Jahre zu beschreiben und zu deuten.

Eine Arbeit von: Carsten Bonk, Jan-Philipp Krum und Florian Kirchhoff
Stufe 11 der Gymnasien Marie-Curie und Quirinus Neuss.

 

Einleitung

Wir sind wieder da…

Durch unsere Erfahrungen und Erlebnisse aus dem letzten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten stand für Florian und Carsten schon direkt nach Abgabe der letzten Wettbewerbsarbeit fest, am nächsten Wettbewerb teilzunehmen.

Jan-Philipp kam als Dritter dazu.

Der Zeitpunkt war nun gekommen. Voller Vorfreude auf eine erneute Reise durch die Geschichte unserer Heimatstadt machten wir uns auf die Spurensuche.

Grundsätzlich kann man sagen, dass wir nicht gerade viel Glück hatten, in diesem Jahr ein Thema zu finden, über das man etwas schreiben könnte. Darüber hinaus sollte es auch noch in das Thema des Wettbewerbs passen. Wie sich herausstellte, war dies eine Aufgabe, die eine lange Zeit in Anspruch nehmen würde.

Nach längerem Überlegen, da sich die Themensuche als schwierig erwies, weil uns die vorgeschlagenen Themen nicht zusagten, fand sich schließlich doch etwas.

Bei einem Treffen bei unserem ehemaligen Geschichtslehrer Herrn Kahlki zusammen mit den anderen (jüngren) Gruppen stellte unser Tutor Michael Schmitt ein Thema vor, das ihm persönlich sehr am Herzen lag:

Seine Großmutter erzählte bei einem Kaffeenachmittag von einem berühmten „Nüsser Jong“, der in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vor dem Schützenzug des traditionellen Neusser Bürger-Schützenfestes herzog.

Sein Name war Carl, genannt „Karlchen“, Kirchhoff. Er wurde berühmt, da er sich, trotz seiner geistigen Behinderung für das Schützenwesen interessierte und mit Begeisterung bei der Sache war. Wenn „Karlchen“ den Markt herunter gelaufen kam, wussten alle, dass der „Zoch kütt“.

Für Florian bestand ein persönliches Interesse an dem Thema, da er hoffte, auf den Spuren eines gleichnamigen Verwandten zu sein

So machten wir uns an die Aufgabe: Was macht „Karlchen“ zum Helden? Uns fiel auf, dass Karlchen zwar im Kopf vieler älterer Mitbürger war, doch nur wenige von ihnen konnten genaueres über ihn berichten.

Uns packte der Ehrgeiz. Wir versuchten mit allen Mitteln, das Leben des legendären „Karlchen“ aufzudecken. Wir suchten überall, beinahe das ganze Archiv stellten wir auf den Kopf, um doch wenigstens ein Bild oder eine Notiz über ihn zu finden. Aber der große Fund blieb aus. „Karlchen“ bleibt wohl doch nur gefangen in den Köpfen der Menschen.

Das Thema Karlchen erschien uns deshalb so interessant, weil seine Rolle beim Schützenfest viele Fragen bezüglich des Themas des diesjährigen Geschichtswettbewerbs „Helden –verehrt, verkannt, vergessen“ aufwarf.

So war für uns die Frage, ob er wirklich verehrt wurde, wenn er vor dem Schützenzug marschierte und so zum Maskottchen des Neusser Bürgerschützenwesens wurde, oder ob er deswegen eher belächelt und verkannt wurde.

 

Heute ist Karlchen definitiv vergessen.

Es war uns deshalb ein besonderer Anreiz, ihn aus der Vergessenheit wieder in die Köpfe der Neusser zurückzuholen.

 

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