Heldendefinitionen

Einzelne Heldendefinitionen

(Alisha)

In den Zeiten von Superman, Catwomen und Dr.House ist die Antwort für diese Frage unheimlich schwer zu finden. Ich glaube, man kann nicht festlegen, wofür der Titel „Held„ vergeben werden darf und wer oder was ihn verdient. Was man sehr wohl beschreiben kann, sind Heldentaten.

Für mich sind Heldentaten Dinge, für die man über seinen eigenen Schatten springen muss, die peinlich oder sogar gefährlich für einen selbst sind, einem selbst unwichtig sind und für andere unglaublich viel bedeuten können. Vielleicht kann man sagen, dass eine Heldentat mit einem Gedankengang anfängt, in dem man versteht, wie viel Wichtigeres es als den eigenen Willen gibt.

Demnach ist sind kleine Heldentaten im Alltag oft zu finden, wirken dadurch weniger besonders, verlieren aber nicht an Bedeutung. Damit möchte ich nicht sagen, dass jeder als Held zu bezeichnen ist, der einer älteren Frau im Bus seinen Sitzplatz anbietet. Eine oder zwei Heldentaten machen aus niemandem einen Menschen, der als Held geehrt werden kann.

Ein wirklicher Held ist für mich ein Mensch dessen Lebenseinstellung sich genau auf diese kleinen oder großen Heldentaten bezieht, der nichts für seine Taten verlangt und dem sein eigenes Wohl nicht so am Herzen liegt wie „die Liebe zur Menschheit„.

(Julia)

„Was sind Helden überhaupt?„ Diese Frage hört man häufig, wenn man Leute fragt, ob sie finden, dass die Augustinerinnen Heldinnen sind. Aber sollte nicht jede Person ganz individuell seine eigene Meinung dazu haben, was Helden ausmachen? Ich finde, jeder sollte sich Gedanken darüber machen, was Helden für einen selber sind und was sie bedeuten.

Helden sind für mich Menschen, die sich nicht nur um das eigene Wohl kümmern, sondern auch für andere Menschen sorgen. Es sind Menschen, die was für andere riskieren und nicht viel darüber nachdenken, wie alles für sie selber endet.

Helden müssen nicht fliegen können, oder mit ihren Blicken Gegenstände verbrennen, sie müssen keine Superkräfte besitzen, sie sollen einfach sie selbst sein. Sie müssen nicht auf Cornflakes-Packungen abgebildet sein oder Spinnennetze aus der Handfläche versprühen können.

Für mich ist ein Held jemand, der wider jeder Meinung und wider jeder Einwirkung andere stützt. Ein Held muss nicht in aller Munde sein, er kann auch ganz verborgen, ohne großes Aufsehen Held sein. Ein Held ist jemand, der sich für jemand anderes aufopfert, ohne Ruhm oder Gold dafür zu verlangen.

Natürlich müssen Helden auch mutig sein. Heldenhaftes Verhalten ist, wenn man recht überlegt, eigentlich nur menschliches Verhalten, das jeder Mal an den Tag bringen könnte.

(Carina)

Für mich sind prominente Leute keine Helden. Sie machen alles Gute nur, weil es die ganze Welt mitbekommt. Die Menschen, die Gutes tun, obwohl es keiner sieht und allen weitererzählt oder es im Fernseher gezeigt wird. Menschen, die ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen, um es Mitmenschen so gut wie möglich ergehen zu lassen.

Menschen, die stets die guten Seiten in allem sehen und nicht das, was jemand in seiner Vergangenheit getan hat.

Menschen, die Nichts haben und trotzdem teilen und immer denken, dass es andere gibt, denen es schlechter geht als einem selber. Menschen, die das eigene Leben riskieren, um andere vor etwas zu schützen oder zu retten.

(Agathe)

Meiner Meinung nach ist es heutzutage sehr schwierig den Begriff Held zu definieren. Ich persönlich finde jedoch, dass wahre Helden keine besondern Superkräfte oder Verkleidungen haben müssen, oder dass man sie auf der ganzen Welt kennt und bejubelt.

Ein richtiger Held sollte sich einfach seiner Arbeit hingeben und seine Arbeit leben und lieben. Er sollte lieben was er tut und natürlich auch davon überzeugt sein. Ein Held muss nicht unbedingt auf den Straßen erkannt werden, er kann auch im Stillen Held sein, aber sollte trotzdem anerkannt werden.

 

Quelle: Privatarchiv von Carina Marquardt)

 

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