Arbeitsprotokoll

Unser Arbeitsprotokoll

19.09.2008 / 17:30

Stadtarchiv: Auf Bitte von Frau Hartmann sind wir alle vier pünktlich im Stadtarchiv erschienen, um dann leider festzustellen, dass dieses Treffen nur für die Tutoren bestimmt war. Dennoch war dieser Weg nicht umsonst, da wir so Zeit hatten uns intensiv über unsere Themenwahl mit Herrn Kahlki zu unterhalten und einen Überblick über die Arbeit der nächsten Wochen erhalten konnten.

Die Unterhaltung über das Thema weckte unser Interesse an dem Augustinerinnenorden in Neuss, der, wie Herr Kahlki uns erzählte, im 2. Weltkrieg sehr viel für die Menschen hier getan haben. Bei dieser Gelegenheit haben wir gleich weitere Termine im Stadtarchiv gemacht und darum gebeten, uns die Akten über dieses Thema herauszusuchen.

01.10.2008 / 15:00

Stadtarchiv: Das erste Wühlen durch die Akten. Und das auch noch in den Ferien. Aber das Stadtarchiv hat tolle Arbeit geleistet. Als wir mit Laptops, Stift und Zettel bewaffnet dort ankamen, wurden uns einige Kisten mit Büchern, Zeitungsartikeln und Fotos bereitgestellt. Dort konnten wir viel mehr finden, als wir uns erhofft hatten und wir waren froh, dass wir ein Thema erwischt hatten, bei dem sich die Informationsbeschaffung nicht allzu schwierig gestalten würde.

Schnell hatten wir eine Aufteilung der Arbeit gefunden und wir verbrachten mehr als drei Stunden damit Zeitungsartikel durchzuarbeiten und uns Notizen aus verschiedenen Büchern abzuschreiben. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber wir fragen uns jetzt schon ob wir mit den fünfzig Seiten auskommen werden. Mit unserer Themenwahl sind wir bis jetzt mehr als zufrieden.

08.10.2008 / 15:00

Stadtarchiv: Langsam kristallisieren sich schon die Schwerpunkte, die unsere Arbeit haben wird, heraus. Das Durcharbeiten der Kisten ist unheimlich viel Aufwand, aber nachdem wir heute wieder gute Schritte vorwärts gekommen sind, konnten wir Einiges feststellen: Zum einen, dass sehr viele dieser Artikel von uns vollkommen ohne Belang sind und zum anderen, dass wir uns zusammenreißen müssen, nicht zu viel Unnötiges in unsere Arbeit einfließen zu lassen.

Als Hauptpunkte kristallisierten sich inzwischen die Außenstationen in Burundi und die unglaubliche Arbeit der Nonnen in und nach dem 2. Weltkrieg heraus. Die Arbeit verläuft mittlerweile nicht mehr ganz so konzentriert, da bei vier Mädchen oft die Versuchung besteht, sich entweder viel zu lange über einen Artikel zu unterhalten oder auf für die Arbeit komplett unwichtige Themen abzuschweifen.

Dennoch zeigt sich langsam das Ende der Kisten und wir können aufatmen, denn diese Arbeit gestaltet sich nach einigen Stunden als etwas trocken.

14.10.20087 / 14:00

Stadtarchiv: Nachdem wir die Kisten bis jetzt alleine durchgearbeitet haben, hat uns heute Frau Hartmann begleitet, um uns zu helfen die unwichtigen Informationen aus unseren Notizen auszustreichen. Es hat sich noch ein dritter Hauptpunkt ergeben: Das Sterbehospiz in Neuss. Bis jetzt wissen wir kaum etwas darüber, aber es wird in der nächsten Zeit wohl eine größere Rolle in unseren Recherchen spielen.

Langsam fangen wir an, die Stickpunkte zu ordnen und aufzuteilen, alle Quellen aufzuschreiben, die wir bis jetzt vergessen haben und Fotos auszusuchen. Die ersten Überlegungen für den Titel der Arbeit kamen heute auf. Carina machte den Vorschlag sie „Engel in schwarzen Gewändern„ zu nennen. In diese Richtung wird es jetzt auch höchstwahrscheinlich gehen.

Momentan lässt die Lust ein wenig nach, da sich die Arbeit im Stadtarchiv so in die Länge gezogen hat. Nun sind aber fast alle Informationen da und wir können bald mit dem interessanteren Teil anfangen: Den Interviews! Außerdem haben wir den ersten Termin mit Herrn Kahlki festgelegt, der sich davon überzeugen möchte, wie weit wir bis jetzt gekommen sind.

23.10.2008 / 16:00

Bei Herrn Kahlki: Bald wird im Johanna Etienne Krankenhaus ein Tag der offenen Tür veranstaltet, bei dem wir mit den Grundschülern zusammen, einen Informations- und Interviewstand bekommen werden. Dort werden wir die Chance haben herauszufinden, wer in Neuss überhaupt etwas über den Orden weiß, der so im Hintergrund steht. Herr Kahlki hat sich grob erkundigt, was schon alles zustande gekommen ist und uns einige Tipps zur Strukturierung gegeben.

Außerdem hat Herr Kahlki uns vorgeschlagen, ein Interview mit Frau Hirsch zu führen, die mit den Nonnen zusammen im Lukas-Krankenhaus gearbeitet hat. Wann das stattfinden wird, ist noch nicht klar. Wir freuen uns schon auf den Tag der offenen Tür. Die Arbeit gewinnt damit unser volles Interesse wieder und wir sind gespannt, was die Interviews ergeben werden.

26.10.2008 / 13-18:00

Johanna-Etienne Krankenhaus: Bei diesem sehr interessanten, aber auch sehr anstrengendem Tag sind mehr als dreißig Interviews zu Stande gekommen. Wir haben mit sehr vielen Mitarbeitern des Krankenhauses gesprochen, aber auch mit vielen Besuchern und selbst mit einigen Nonnen.

Das Interviewen hat uns großen Spaß gemacht, allerdings war es sehr erstaunlich, wie viele Leute nichts oder nur wenig über den Orden wussten.

Das macht es umso interessanter für uns, anderen von dem, was sich vor ihrer Nase abspielt, zu erzählen und gibt weiteren Ansporn weiter in das Thema einzutauchen. Dieser Tag hat sich sehr gelohnt, da wir festgestellt haben, dass man die Schwestern auch als „Helden im Untergrund„ statt als „Helden im Alltag„ bezeichnen könnte.

30.10.2008 / 14:00

Stadtarchiv: Endspurt der Trockenarbeit! Wir waren heute noch einmal für ca. zwei Stunden im Stadtarchiv und haben den Kampf gegen die Kisten endlich gewonnen. Wir sind alle ziemlich erleichtert, auch wenn wir noch viel Interessantes herausgefunden haben.

15.11.2008 / 09:30 – 12:30

Marie-Curie-Gymnasium: Tag der offenen Tür in unserer Schule. Wir arbeiten weiter, wobei uns die Besucher über die Schulter gucken dürfen. Dabei entstehen unsere ersten wirklichen Texte und wir werten die Interviews aus dem Johanna Etienne Krankenhaus weiter aus. Viel haben wir leider nicht geschafft, da die Konzentration bei dem herrschenden Geräuschpegel ziemlich litt.

18.11.2008 / 14:00

Interview bei Frau Hirsch: Das Interview bei der ehemaligen Krankenschwester des Lukaskrankenhauses war sehr entspannt. Wir wurden nett mit Tee und Keksen empfangen und sie erzählte sehr viel über ihre Zeit mit den Schwestern. Wir bekamen einen guten Eindruck darüber, mit wie viel Respekt die Nonnen behandelt wurden und wie wichtig sie auch für die Mitarbeiter gewesen sind.

Das Interview dauerte etwa zwei Stunden und hat uns großen Spaß gemacht.

Danach waren wir eigentlich noch mit Herrn Kahlki verabredet, um ihm von dem Interview zu berichten. Da dieser jedoch nicht zu Hause war, verschoben wir dies auf eine kurze Unterhaltung zwischen den Schulstunden.

11.12.2008 / 16:00

Kloster Imaculata: Interview mit der Generaloberin Schwester M. Praxedis und ihren „Kolleginnen“ Schwester Gertraud, Schwester Adelheid und Schwester Tabita. Über ihre E-Mailadresse haben wir den Kontakt mit den Schwestern des Ordens aufgenommen und um einen Interviewtermin gebeten, den wir auch sehr schnell bekamen. Drei Tage nach der ersten E-Mail saßen wir schon an einem mit Saft und Keksen gedeckten Tisch und wurden herzlich begrüßt.

Die Schwestern waren uns gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert an unserer Arbeit. Das Interview dauerte recht lange, war aber sehr angenehm. Wir haben viel über die Nonnen selber erfahren können und eine Vorstellung davon bekommen, wie das Leben im Orden von statten geht. Nun ist es im Gespräch, das wir einen ganzen Tag im Sterbehospiz des Ordens verbringen dürfen.

Eine tolle Nachricht, die uns aber auch ein bisschen Bauchschmerzen verursacht, da es für uns nicht allzu leicht werden dürfte.

13. 01.2009 / 18:00

Herr Kahlki: Nach einer Arbeitspause über die Weihnachtsferien waren wir heute wieder einmal bei Herrn Kahlki, der mit uns den Endspurt der Arbeit plante. Wir bekamen ein Interview bei Herr Dr. Hüsch und teilten die zu erledigende Arbeit ganz klar auf. Es ist noch viel zu tun und die Vorstellung an die viele Arbeit erschlug uns ein wenig. Dennoch wird nicht aufgegeben und die nächsten Schritte wurden sorgfältig geplant. Wir haben uns nun einen Termin gesetzt, an dem alle Texte fertig sein sollten, den 07. Februar, um dann die Arbeit grafisch gestalten zu können.

Nicht mehr allzu viel Zeit.

19.01.2009 / 15:00

Anwaltskanzlei Dr. Hüsch: Das Interview mit Herr Dr. Hüsch war sehr interessant. Seine große Lebenserfahrung und sein unheimliches Erinnerungsvermögen waren sehr hilfreich, um besonders die Burundistation richtig einschätzen können. Wir hatten nicht allzu viel Zeit bei ihm für unsere Fragen, da noch zwei weitere Gruppen seine Antworten brauchten und wir leider als letzte an der Reihe waren. Trotzdem hat sich dieses Interview sehr gelohnt und wird so schnell wie möglich ausgewertet.

Mittlerweile haben wir E-Mail Kontakt zu Schwester Maria Goretti aufgenommen, der Leiterin des Hospizes, die uns bald einen Termin zukommen lässt, der direkt mit einem Fotoshooting mit den Nonnen verbunden wird.

21.01.2009 / 9:30

Sterbehospiz: Für den Tag im Sterbehospiz bekamen wir einen Tag schulfrei. Es war für uns alle ein sehr aufwühlender Tag. Die Schwester zeigte uns das gesamte Hospiz, erzählte uns über die Kranken, die es beherbergt und zeigte uns ein ganzes Fotoalbum mit ehemaligen Patienten und erzählte uns von ihren Schicksalen. Die Tränen konnten wir schon bald nicht mehr zurückhalten und es war der bei weitem emotionalste Moment unserer Arbeit.

Noch nie waren wir uns so sicher, dass diese Frauen den Titel Held mehr als verdient haben, wie an diesem Tag.

Bei diesem unglaublichen Interview ergab sich dann der endgültige Titel für unser Werk, aus einem sehr bewegendem Zitat von der leitenden Schwester:

„Aus Liebe zur Menschheit“.

Nicht nur ihre unglaublich emotionale, sondern auch ihre hilfsbereite und zuvorkommende Seite zeigten die Nonnen an diesem Tag, indem sie uns neben den Fotos auch noch eine sehr ausführliche Führung durch das ganze sehr beeindruckende Mutterhaus gaben. Dabei durften wir auch in die eigentlich für Außenstehende verbotenen Bereiche und waren vollends begeistert. Trotzdem war dieser Tag für uns sehr anstrengend.
14:00

Stadtarchiv: Trotzdem statteten wir dem Stadtarchiv am Nachmittag noch einen Besuch ab, um die bestellten Fotos und die letzten noch fehlenden Informationen über das Burundiprojekt zu besorgen. Die Fotos waren leider noch nicht fertig, doch die gesuchten Informationen waren natürlich da.

27.01.2009

Stadtarchiv: Durch leichte Kommunikationsprobleme waren wir erneut vergebens im Stadtarchiv um die Fotos abzuholen, die immer noch nicht auf der CD waren. Wir baten das Archiv uns Bescheid zu geben, wenn es denn soweit wäre.

28.01.2009

Stadtarchiv: Die Fotos sind endlich da. Alle Texte sind fertig, der 7. Februar kann kommen. Die Motivation ist momentan auf dem Tiefpunkt, da so viel Arbeit hinter uns liegt doch nun ist es bald soweit und wir können die fertige Arbeit in den Händen halten.

07.02.2009 / 15.00

Herr Kahlki: Wir stellen unsere einzelnen Teile in ein einziges Dokument, merken schnell, was noch fehlt, fügen Bildmaterial ein und legen letztendlich fest, dass jede Einzelne von uns das eigentliche Fazit der Arbeit zunächst für sich anfertigt.

24.02.2009 / 10:00

Herr Kahlki: Heute wird die Arbeit gebunden. Alles ist fertig korrigiert und formatiert.

Wir sind zufrieden und die einzige Arbeit die wir jetzt noch haben ist zu hoffen.

 

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