Reisebericht Carcassonne

 

Carcassonne
In der südfranzösischen Region Languedoc-Roussillon liegt die mittelalterliche Festungsstadt Citè von Carcassonne, die 1997 zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Und das völlig zurecht.

Sieht man sie zum ersten Mal, wird man von ihrer Größe, den vielen Türmen (insgesamt 52) und gewaltigen Befestigungsanlagen schier erschlagen!

Die Festungsstadt ist von einer doppelten Mauer (je etwa 3 km lang) umgeben. Innerhalb dieser Mauern findet man die heute noch bewohnte Cité, inklusive Marktplatz, Gaststätten und allem was dazu gehört, sowie die eigentliche Burg in der Burg (Château comtal) und die obligatorische Kirche (Basilique Saint-Nazaire).

Heute leben noch ca. 230 Menschen ständig in der Citè. Im Mittelalter sollen es bis zu 4000 gewesen sein. Die Historie dieses Ortes durch alle Epochen zu beschreiben, hieße ein dickes Buch zu verfassen. Das würde an dieser Stelle zu weit führen.

Einen Ablauf der wichtigsten Ereignisse gebe ich euch hier in Kurzform:

Nachdem die Römer sich endgültig aus Gallien zurückgezogen hatten, nahmen die Goten den Ort mit damaliger Befestigung in Besitz.

Um das Jahr 509 wurden diese durch die Franken vertrieben.

725 eroberten die Mauren die Stadt, wurden aber 20 Jahre später von den Franken unter Pippin wieder verjagt.

1067 gingen Ort und Burg an die Könige von Barcelona und bald darauf an das Haus Trencavel, den Vizegraf von Béziers.

Nun erst begann man damit, Ort und Burg mit der gewaltigen Festungsmauer zu umgeben, die der Besucher heute noch zu sehen bekommt. Wie viele Jahre daran gebaut wurde und wie viele Menschen, Arbeiter, Handwerker etc. dabei ihr Leben ließen, ist nirgendwo vermerkt.

Nach einigen Streitigkeiten mit den Grafen von Toulouse, geriet Carcassonne und Graf Trencavel Anfang des 13. Jahrhunderts in den Sog der unbarmherzigen Kreuzzüge gegen die Katharer.

Über 70 Jahre wurden Ort und Festung Carcassonne immer wieder belagert, erobert und wieder zurückerobert. Das Adelsgeschlecht der Trencavel wurde dadurch in Südfrankreich unsterblich.

 

Carcassonne

 

Und zu aller letzt noch einen Geheimtipp!

 

P.S. Ich habe in der Citè übrigens den besten Bohneneintopf meines Lebens gegessen. Nennt sich Cassoulet und besteht aus gebackenen Bohnen, etwa 3/4 Meter Bratwurst und einer riesigen, geschmorten Gänsekeule. Ich sag nur.....Booaahhhhhhhh !!!!

 

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